Wie der Schnuller zum Karpfen kam
Buchvorstellung der Bitburger Buchpaten
Das Haus Beda bot erneut den passenden Rahmen für eine gelungene Feier. Gastgeber waren in diesem Fall die Bitburger Buchpaten, die zur Vorstellung ihres ersten Buches „Wie der Schnuller zum Karpfen kam“ eingeladen hatten. Agnes Hackenberger begrüßte Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die an der Entstehung des Buches mitgewirkt haben. Namentlich begrüßte sie die Vertreter der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung, die die Bitburger Buchpaten seit ihrer Gründung im Januar 2008 ideell, finanziell und personell unterstützt. Da sich auch zahlreiche Familienangehörige dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten, war die Freude von Herrn Manfred Kottmann über einen gut gefüllten Saal nachvollziehbar.
Das Buch ist nach dem Reimefächer in der Büchertasche 1 und der CD für Kindergartenkinder in der Büchertasche 2 das dritte „Eigengewächs“ der Buchpaten, mit dem sie ihr Anliegen „Wir wollen möglichst viele Kinder möglichst früh mit Sprache und mit Büchern in Kontakt bringen“, weiter verfolgen.
Die Entstehungsgeschichte des Buches präsentierte Inge Solchenbach unter dem Motto „ Von der Idee zum Buch“. Während auf einer großen Leinwand die für das Buch eingereichten Illustrationen präsentiert wurden, stellte sie die einzelnen Stationen auf dem Weg zu dem nun vorliegenden Buch vor. Geschichtenwettbewerb- Rohfassung- Illustrationen- Korrektur lesen- Erstellung des Layouts waren dabei unabdingbare Schritte. Den Samen für dieses Buch hatte sie selbst gelegt, als sie während eines Buchpaten-Treffens im Frühjahr 2011 bekannte, dass sie aus den Geschichten gerne ein Buch machen würde.
Bei der Suche nach einem attraktiven Buchtitel wurden die Buchpaten inspiriert von der Geschichte „Der Karpfen mit dem blauen Schnuller“. In Anwesenheit der beiden Autoren Niklas und Timos Eppers stellte Maria Kandels den Gästen sie vor.
Anstelle eines Grußworts hatten sich die Buchpaten von dem Bürgermeister der VG Bitburg-Land Josef Junk und dem 1. Beigeordneten der Stadt Bitburg Michael Ringelstein die Teilnahme an einem Interview gewünscht. Denn es passte zu hervorragend zum zentralen Anliegen der Buchpaten, das Lesen in den Mittelpunkt zu stellen. Zunächst befragte die Schülerin Christina Engeln die beiden Herren nach ihren ersten individuellen Leseerfahrungen. Während Herr Junk sich an eine Struwwelpeter-Ausgabe mit festem Pappeinband erinnerte, fiel Herrn Ringelstein ein Junge namens Michel ein, der im Verlauf des Buches in verschiedene berufliche Rollen schlüpfte. Beide stellten fest, dass sie gegenwärtig als Erwachsene zwar viel lesen in Form von Vorlagen und Gesetzestexten, ihnen allerdings zu wenig Muße bleibt für das Lesen nach persönlichen Vorlieben. Doch als ehemaliger Polizeibeamter war sich Herr Junk sicher: Kriminalromane gehören nicht zu seinen Lieblingsbüchern. Herr Ringelstein beglückwünschte die Buchpaten zu ihrem Engagement: Sie hätten sich nicht auf den Lorbeeren der Auszeichnung als „Helden der Region 2010“ ausgeruht, sondern ein weiteres Highlight für die Menschen der Region auf den Weg gebracht. Mit Hinweis auf den gut gefüllten Saal des Beda-Hauses schloss er sich der Meinung des Dichters Robert Gernhardt und stellte fest: „Ums Buch ist mir nicht bang.“
Mit den zum Lesevortrag ausgewählten Geschichten sollte die Vielfalt der im Buch enthaltenen Geschichten verdeutlicht werden:
Sie sollten deshalb von jungen und erwachsenen, männlichen und weiblichen Autoren und Autorinnen stammen. Die zur Adventszeit passende Geschichte von Frau Katharina Britzen „ Der kleine Drachen und Weihnachten“ wurde von Peter Berger vorgestellt.
Exposé und Gloriette, zwei zum festlichen Anlass passende Musiktitel, wurden von Julia Glas am Klavier und Sophia Jutz an der Klarinette vorgetragen. Der Dank des Publikums für die äußerst gelungenen Darbietungen wurde spürbar in dem lang anhaltenden Applaus.
Allen, die noch nach einem überzeugenden Grund fürs Lesen suchen, sei das Roswitha Böttel und Marie-Luise Niewodniczanska vorgetragene Gedicht „Ums Buch ist mir nicht bang“ empfohlen.
Der Höhepunkt Veranstaltung war gleichzeitig auch der schwierigste Teil. Galt es doch, denjenigen, die an dem Buch mitgewirkt hatten, ihr persönliches Exemplar zu überreichen. Die knapp bemessene Zeit ermöglichte es jedoch den Buchpaten nicht, alle einzeln zu benennen.
Zunächst wurde den ehrenamtlichen Lesepaten, den Vertreterinnen der Kitas und der Grundschulen der Stadt und VG Bitburg das Buch als Dank für die bisherige Zusammenarbeit und als zusätzlicher Leseanreiz überreicht. Dass das Buch in die Kitas und Grundschulen gelangen kann und zu einem preis-„werten“ Vergnügen für alle weiteren Interessenten werden kann, wird durch die finanzielle Unterstützung der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, der Kulturgemeinschaft und der Dr. Hanns-Simon-Stiftung ermöglicht.
Ideelle Unterstützung leisteten Renate Richartz, die ihre Schüler und Schülerinnen für die Illustrations-Aufgabe begeisterte und ein Auge auf die passgenaue Umsetzung hatte. Mit handwerklichem Können und viel Kreativität ließ die Grafikerin Beate Göbel die abgegebenen Schülerarbeiten zu einer Einheit mit den Geschichten werden. Für die „rechte“ Schreibung sorgten ausdauernd und kenntnisreich Dr. Marion Markowski und Carmen Schmitz. Der Dank in Form eines Buchexemplars erreichte Heinz Drossard, der die Projekte der Buchpaten mit seiner Kamera dokumentiert und die Firma Zey, die das Anliegen der Buchpaten nach einem Buch, das gut in der Hand liegt und eine Freude für Augen und Ohr ist, umgesetzt hat.
Applaus begleitete die Autoren und Autorinnen, die mit ihren Geschichten den Grundstein für das Buch gelegt haben und so viele Menschen an ihren Erfahrungs- und Phantasiewelten teilhaben lassen. Die Illustrationen die Schüler und Schülerinnen der 7. und 8. Klassen des St. Willibrord-Gymnasiums lassen die Geschichten „zu echten Hinguckern“ werden.
Zum Schluss war es Frau Agnes Hackenberger ein Anliegen, die Menschen an ihrer Seite zu wissen, die sich dem Buchpaten-Projekt seit vier Jahren verbunden fühlen und „stets zur Stelle sind, wenn es gilt, gemeinsame Aktionen zu planen und zu gestalten“. Thomas Baur, Roswitha Böttel, Peter Berger, Julia Glas, Maria Kandels, Manfred Kottmann, Marie-Luise Niewodniczanska, Inge Solchenbach.
Bei dem gemeinsamen Schlusslied „Lasst uns froh und munter sein“ erwiesen sich die anwesenden jungen und erwachsenen Gäste aus der Südeifel als sehr text- und melodiesicher. So wurde der Wunsch von Frau Glas in ihrer Rolle als Dekanatskantorin nachvollziehbar: „Ihr könnt alle zu mir in den Chor kommen!“
Übrigens: Denjenigen, die nicht im Haus Beda an der Buchvorstellung teilgenommen haben, jedoch das Rätsel um den Schnuller und den Karpfen lösen möchten, empfehlen die Buchpaten: Buch kaufen und lesen!
Dank der finanziellen Unterstützung durch die Kreissparkasse Bitburg-Prüm, die Kulturgemeinschaft Bitburg und die Dr.-Hanns-Simon-Stiftung, der honorarfreien Mitarbeit der Autorinnen und Autoren sowie der Illustratoren und Illustratorinnen kann es zu einem sehr „lesefreundlichen“ Preis angeboten werden:
7,00€ für 104 Seiten Lesevergnügen mit Festeinband!
Verkaufsstellen: Bibliothek der Dr. Hanns-Simon-Stiftung
Büro der Kulturgemeinschaft Bitburg
Buchhandlung Logos, Bitburg
Buchhandlung Schiwek, Bitburg
Tourist-Information; Bitburg